Aller Anfang ist bekanntlich schwer und wer Neuland betritt muss immer damit rechnen Fehler zu begehen. Dieses Risiko ist bekanntlich geringer zu werten als auf jede Innovation zu verzichten. Trotzdem gibt es einige typische Anfängerfehler beim Start einer Sparkasse in Social Media, die sich durch eine Social Media Grundkompetenz oder durch ausreichende Information vermeiden lassen.
Social Media als Sendekanal
Wer gewohnt ist Kampagnen zu buchen und gelernt hat, das man auch in Social Media Werbekampagnen buchen kann, läuft Gefahr bei seinem nächsten Entwicklungsschritt Social Media aus dem gleichen Blickwinkel zu nutzen. Dann wird schnell die neue Facebook Seite der Sparkasse zu einem mehr oder wenig gezielt befüllten Einwegkommunikationskanal, in der Hoffnung damit möglichst schnell Reichweite zu erzielen. Auch wenn diese Hoffnung sich dann auf den ersten Blick erfüllt hat, die Facebook Seite also relativ viele Fans gewann, zeigt sich im Nachgang, das die Seite wenig besucht bleibt. Die Einwegkommunikation verhallt ungehört.
Ressourcen und Kompetenzdefizit
Social Media kann jeder. Schließlich nutzt jeder Jugendliche Social Media. Dann kann das ja nicht so schwer sein. Überweisen ist übrigens auch einfach. Kann damit auch jeder Jugendliche eine Bank leiten? Zu den klassische Anfängerfehlern der gröberen Kategorie gehört der Sprung ins kalte Wasser. Da setzt man dann ein paar Mitarbeiter aus der Unternehmenskommunikation / der Werbung / dem Marketing an das Thema heran, zeigt ihnen, falls sie es noch nicht wissen, wie man Texte eingibt und überträgt ihnen dann die Aufgabe Produkt-, Unternehmens- und andere Informationen auf diesem Weg zu verbreiten. Dafür dürfen sie natürlich möglichst nicht mehr als eine halbe Stunde am Tag nutzen.
Der Sprung ins kalte Wassser ist auch deshalb mein Lieblingsfehler, weil er hocheffizient die Inkompetenz und Inkonsequenz des Unternehmens demonstriert. Oder anders formuliert: selten wird Unprofessionalität professioneller dargestellt.
Wer den Sprung ins kalte Wasser als Einstiegsmethode in eine neue Materie propagiert sollte daran denken, das diese Methode meist zum Tod durch Ertrinken führt, bevor der Proband schwimmen gelernt hat.
Weder Strategie noch Business Integration
Wir wissen nicht wohin wir wollen, werden aber auf jeden pünktlich ankommen. So könnte man den Einstieg in Social Media ohne durchdachte Social Media Strategie einschließlich Business Integration auch bezeichnen.
Natürlich gibt es immer noch Sparkassen, die twittern was das Zeug hält und ihre Fanpages mit allem erdenklichen Content füllen. Warum eigentlich?
- Was nützt die vielgepriesene Reichweite, wenn anschließend nichts relevantes damit passiert?
- Was nützt eine Reichweite, von der ich nicht weiss, welcher Teil dieser Reichweite sich für welche Leistungen interessiert.
- Was nützt eine Kommunikationskampagne, die mir nur Reichweite bringt, die ich dann nicht in Ergebnisse ummünzen kann und erst noch versuchen muss, diese Reichweite nachzuqualifizieren?
- Was nützt ein Kundendialog, wenn daraus keine sinnvollen Ergebnisse und Konsequenzen folgen können?
Wir wissen nicht wirklich was wir tun, deshalb tun wir es besonders intensiv – so könnte man dieses Verhalten auf den Punkt bringen.
Kommunikation ohne Contentstrategie
Wozu ist eigentlich eine Contentstrategie in Social Media gut? Einfach formuliert: damit die Kommunikation betrieben wird, die auch zielführend ist. Dazu sollte man allerdings Ziele definiert haben, von denen sich eine Contentstrategie ableiten lässt.
Contentstrategie setzt man neben dem Aufbau von Reichweite auch für die Qualifikation dieser Reichweite ein. Also dafür, nicht nur viele Fans und Follower zu haben, sondern auch zu wissen, was diese Fans und Follower für relevante Interessen haben.
Konsequenzen
Natürlich sind das nicht die einzigen Anfängerfehler, die beim Einstieg in Social Media gemacht werden. Es sind nur meine Lieblingsfehler, weil sie so schön plakativ sind. Nutzen Sie einen dieser wunderbaren Anfängerfehler und ein deutlicher Social Media Flop ist Ihnen sicher.
Wie Sie es besser machen
Die gute Nachricht: besser machen ist eigentlich einfach. Sie brauchen lediglich
- fundierte Social Media Kompetenz,
- Mitarbeiter, die die hohe Kunst der kommerziellen Kommunikation in Social Media beherrschen,
- das technische know how um die Tücken der jeweiligen Social Media Tools ausgleichen zu können und
- die Dynamik der Entwicklung von Social Media und Internet in Ihrer Marktbearbeitung.
- Content- und Wettbewerbskonzepte, die Ihnen die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppen sichern.
Die schlechte Nachricht: wer heute erst damit anfängt Social Media Kompetenz aufzubauen, läuft bereits hinter der Realität her. Die Dynamik von Social Media ist nicht nur höher als die anderer Branchen. Ihre Entwicklung setzt auch die Rahmenbedingungen künftiger Marktbearbeitung – für die Finanzdienstleistungsbranche und auch für Sparkassen. Wer zu spät kommt, muss auch hier mit dem leben, was für ihn an Möglichkeiten übrig bleibt.
Für Spätstarter in Social Media: wer sich nicht ganz abhängen lassen will, kann den Spagat zwischen Ressourcen- und Kompetenzaufbau für die Zukunft und Marktbearbeitung heute über externe Dienstleister abwickeln.
Hilfe für den Start in Social Media
Wenn Ihnen die zu erwartenden Angebote des Deutschen Sparkassenverlags oder die künftige Unterstützung Ihres Verbandes für den Aufbau von Social Media Kompetenz und Ressourcen und die nötigen Social Media Tools nicht ausreichen, oder Sie nicht mehr länger abwarten wollen, können Sie mich gerne direkt ansprechen. Ich zeige Ihnen gerne unverbindlich auf, wie Sie für Ihre Sparkasse Social Media kompetent und erfolgreich nutzen.
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